Helligkeit – ein wohnlicher Stimmungsmacher
Tipps von der Wohnberaterin Marion Hellweg

Licht macht glücklich!

Der Winter ist die dunkelste Jahreszeit, was aber nicht bedeutet, dass es jetzt auch in wohnlicher Hinsicht düster aussehen muss. Denn mit einer optimalen Beleuchtung können Sie Ihre vier Wände in einem warmen, freundlichen Licht erstrahlen lassen. Interior-Designerin Marion Hellweg verrät Ihnen hierzu ihre besten Tipps, ganz nach dem Motto: „Bringe dein Zuhause so zum Leuchten, dass du dich darin richtig wohlfühlst!“

Licht hilft gegen den Winter Blues

Wenn es schon am späten Nachmittag im Winter dunkel wird, schlägt das über 20 Prozent der Menschen aufs Gemüt: Sie verfallen regelrecht in eine „Winterdepression“. Sie fühlen sich antriebsloser und abgeschlagener als sonst – und sind oft auch schlechter gelaunt. Das liegt daran, dass die lichtempfindlichen Zellen des Körpers in der dunklen Jahreszeit aus dem Takt geraten. Die innere Uhr des Menschen braucht nämlich viel Licht, um die Zellen und die physiologischen Funktionen mit der äußeren Tageszeit zu synchronisieren. Lichtmangel löst hier viele ungünstige Prozesse im Körper aus. Es fehlt an Botenstoffen wie dem Glückshormon Serotonin. Andrerseits wird das Schlafhormon Melatonin vermehrt ausgeschüttet, was die Müdigkeit forciert. Gut, dass es hier Beleuchtungsmittel- und konzepte gibt, die sich äußerst positiv auswirken!

Moderne Licht-Therapie

Spezielle Leuchtmittel mit einem hohen Blauanteil sorgen dafür, dass wir uns wacher und vitaler fühlen. Studienergebnisse bestätigen, dass die Exposition mit blauem Licht einen signifikanten Einfluss auf die Melatonin-Unterdrückung und somit auf unseren physischen (und auch psychischen) Zustand hat. Blaues Licht wirkt aktivierend und eignet sich also sehr gut als Tageslicht-Ersatz in Wohnräumen, aber auch am Arbeitsplatz. Wenn Sie blaues Raumlicht nutzen, lassen Sie es am besten nicht punktuell, sondern großflächig von oben in einem Winkel von 45 bis 90 Grad einfallen. Das können Sie gut mit einer großen Deckenlampe oder Arbeitsleuchte umsetzen. Außerdem gibt es die Möglichkeit bereits morgens eine „Lichtdusche“ zu nehmen. Für diese Art der Licht-Therapie gibt es spezielle Tageslichtlampen mit einer Stärke von 2500 Lux bis 10 000 Lux. Die Lichtlampe stellen Sie mit einem Abstand von einem halben bis zu einem Meter vor sich auf. Die Anwendungsdauer beträgt je nach Intensität und Lampe zwischen 30 Minuten und einer ganzen Stunde. Während der Anwendung können Sie gemütlich einen Tee trinken oder Zeitung lesen.

Helligkeit – ein wohnlicher Stimmungsmacher

Ein Blick zu unseren skandinavischen Nachbarn zeigt, dass Licht vor allem auch in wohnlicher Hinsicht so wichtig für unser Wohlbefinden ist – schließlich umgibt die im hohen Norden lebenden Menschen einen Großteil des Jahres viel Dunkelheit. Kein Wunder also, dass sie das Thema „Wohnen mit Licht“ perfektioniert haben. Die Nordlichter sind bekannt dafür, besonders gemütlich, sprich „hyggelig“ zu wohnen. Und sie sind auch bekannt dafür, laut Studien die glücklichsten Menschen der Welt zu sein. Wie gestalten Sie also ihr Zuhause, um optimal über die dunklen Wintermonate zu kommen? Hier einige ihrer Geheimnisse: Sie wählen ihre Materialien und Einrichtungsgegenstände mit Bedacht aus, um aus den spärlichen Sonnenstrahlen der Wintermonate alles herauszuholen, z.B. durch Oberflächen, die das Licht gut reflektieren. Außerdem erstrahlen ihre Wohnwelten vorrangig in hellen Farben, darunter viel Weiß. Das lässt ihre vier Wände um ein Vielfaches heller wirken. Und sie sorgen mit Kerzen und Teelichtern für ein hohes Maß an „Hygge-Feeling“ – denn diese schaffen eine besonders warme und behagliche Atmosphäre.

Zu jeder Tageszeit die richtige Beleuchtung

Ein weiterer Tipp für eine positive Stimmung zuhause ist, Ihre Wohnraum-Beleuchtung entsprechend der Tageszeit zu planen, denn damit unterstützen Sie Ihren natürlichen Biorhythmus. Im Schlafzimmer ist für Morgens und Abends eine Leuchte mit Dimmer neben dem Bett ideal. Beim Aufstehen sollte das Licht nämlich sehr hell mit einem hohen Blauanteil sein, denn das unterstützt Sie beim Wachwerden. Abends hingegen sollte das Licht nicht zu grell sein. Hier sollten Sie mit einem Dimmer arbeiten, mit dem Sie die Lichtintensität ganz einfach etwas herunterfahren und so besser und entspannter einschlafen können. Außerdem sollten Sie abends auch in den anderen Wohnräumen auf ein sanftes, nicht zu grelles Licht achten, damit Sie innerlich zu Ruhe kommen können. Schalten Sie also bewusst ihre hellen Deckenleuchten aus und machen dafür Ihre indirekten Beleuchtungsmittel wie dimmbare Steh- und Tischleuchten an.

Noch ein guter Rat zum Schluss

Wenn Sie langfristig ein optimal beleuchtetes, stimmungsvolles Wohnambiente haben möchten, sollten Sie genügend Zeit in Ihre Lichtplanung investieren! Denn Licht ist in unseren vier Wänden nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Wohlfühlzuhauses. Kommen Sie also gerne bei einem der MONDO Fachhändler vorbei – er wird Sie gerne zum Thema Licht und den tollen Leuchten von MONDO beraten!


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