Frühjahrsputz
5 praktische Tipps für Ordnung die anhält

Wir richten unsere Wohnung hübsch ein, stimmen Möbel, Dekogegenstände und Heimtextilien genau aufeinander ab, nur damit der Gesamteindruck regelmäßig durch herumliegende Zettel, Taschen, Kleidung und etliche andere Alltagsgegenstände getrübt wird. Natürlich leben wir nicht in der perfekten Welt von Möbelkatalogen und genau dieses alltägliche Chaos macht unsere Wohnung auch in gewisser Weise erst wohnlich. Aber es gibt ein paar Tipps und Tricks, die uns helfen können, ein System zu entwickeln, das uns nicht nur hilft Ordnung zu halten, sondern auch schnell das zu finden, was wir gerade suchen.

1. Alles bekommt seinen festen Platz

Aufräumen ist häufig deshalb ungeliebt und wird gern aufgeschoben, weil man nicht weiß, wo man eigentlich anfangen soll und sich bei vielen Dingen fragt, wo man sie eigentlich hin räumen kann. Hier kann es sehr helfen, Schubladen mit Ordnungssystemen auszustatten, und die einzelnen Abschnitte zu beschriften. Viele Schubladen haben heutzutage schon entsprechende Einsätze. Ein sogenannter Labelwriter ist nicht sehr teuer und druckt schnell entsprechende Beschriftungen aus. Tesa-Rolle, Reisepass und Brillenetui erhalten feste Plätze. So wissen auch alle anderen Familienmitglieder jederzeit, wo was hingehört.

Doch was ist mit dem Kleinkram, den man nur vorübergehend benötigt oder wenn die Schubladen voll sind? Hier helfen dekorative Kisten und Kartons in unterschiedlichen Größen. Auf dem Sideboard oder Couchtisch wirken sie dekorativ und schaffen zusätzlichen Stauraum. Alle paar Wochen sollte man die Kisten, Körbe und Kartons nach Dingen durchsuchen, die man entweder nicht mehr braucht, oder die doch einen festen Platz bekommen sollten.

2. Sichtbarkeit und Erreichbarkeit

Eine Grundregel besagt, dass wir die Dinge häufiger verwenden, die wir regelmäßig sehen und vor allem gut erreichen können. Häufig stehen wir vor unserem Vorratsschrank und ziehen von ganz hinten längst abgelaufene Dosen oder Tüten hervor. Mit kleinen Regaleinschüben oder -hängern, die es möglich machen, Gegenstände übereinander zu lagern, schaffen wir schnell und günstig Abhilfe. Wir sehen auf einen Blick was wir noch zur Verfügung haben und brauchen mehr Sachen tatsächlich auf.

Das Prinzip von Sichtbarkeit und Erreichbarkeit lässt sich freilich auf viele andere Bereiche anwenden. Auch im Kleiderschrank lässt sich Kleinkram mit Hilfe von Hakenleisten prominenter und greifbarer aufbewahren. Wir finden schneller, was wir suchen und sparen so Zeit und Nerven.

3. Nie mit leeren Händen

Hier handelt es sich um eine sehr einfache Gewohnheit, die man entwickeln kann um mehr Ordnung zu halten. Jedes Mal wenn wir ein Zimmer verlassen, schauen wir vorher ob es dort etwas gibt, das eigentlich in ein anderes Zimmer gehört. Daran muss man sich anfangs noch aktiv erinnern, nach kurzer Zeit geht es aber in Fleisch und Blut über. Und auch wenn es nur eine benutzte Tasse und die schmutzigen Socken sind. Wir laufen so viel in unserer Wohnung hin und her, dass sich diese jeweils kleinen Handgriffe schnell läppern und wir nicht irgendwann vor einem großen Berg Unordnung stehen.

Dieser Tipp hilft insbesondere, wenn man auf mehreren Etagen lebt. In sogenannten Treppenkörben kann man Dinge sammeln, die entweder mit nach “oben” oder nach “unten” müssen und dann bei jedem Gang direkt mitnehmen.

4. Die 5-Minuten-Methode

Sie stellen fest, dass sie gerade mal kurz nichts zu tun haben, Zeit um die Füße hochzulegen oder ein Buch zu lesen ist aber auch nicht? Stellen Sie sich ihren Handytimer oder eine Eier-Uhr auf fünf Minuten. In dieser Zeit räumen Sie in nur einem Zimmer auf. Alles was sich dabei ansammelt, das nicht in dieses Zimmer gehört, sammeln Sie in einem Korb. Fünf Minuten klingt zunächst nicht nach viel, konzentriert man sich dabei aber auf nur ein Zimmer und sammelt alles, was woanders hingehört, erstmal an Ort und Stelle anstatt herumzulaufen, schafft man in dieser Zeit deutlich mehr als man denkt. Der ablaufende Timer im Hintergrund motiviert uns bei der Sache zu bleiben und danach widmet man sich wieder einer anderen Sache. Regelmäßig angewendet, hilft die Methode ungemein gegen große und zeitaufwändigere Aufräum-Aktionen vorzubeugen.

5. Das 80:20-Prinzip

Vielleicht ist es Ihnen selbst schon einmal aufgefallen: Wenn eine Aufgabe wirklich perfekt, also zu 100% ausgeführt werden soll, nehmen die kleinen Details die meiste Zeit in Anspruch. Das sogenannte Pareto-Prinzip besagt, dass wir in nur etwa 20% der gesamten Zeit schon 80% einer anstehenden Aufgabe erledigen können, während der Feinschliff ganze 80% des Zeitaufwands beansprucht. Deshalb kann aus “ich räum mal schnell die Küche auf” gleich ein Tagesprojekt werden - zumindest wenn man den Anspruch hat, dass das Endergebnis aussieht wie im Hochglanzmagazin, wo nichts auf Fensterbänken oder Arbeitsflächen steht, außer dekorativer Vasen oder Dosen. Lassen Sie deshalb ab und zu bewusst gewisse Sachen unerledigt. Der Gesamteindruck eines Raumes wirkt schon ordentlich, wenn der Boden komplett und die Ablageflächen überwiegend frei sind. Lassen Sie ab und zu bewusst gewisse Sachen unerledigt, Sie schaffen sich so mehr Zeit um auch andere Räume zu 80 Prozent aufzuräumen oder, und das ist unser Bonus-Tipp nur 6:

6. Belohnen Sie sich für erledigte Aufgaben

Ein frischer und extravaganter Blumenstrauß, eine hübsche Vase oder ein neues Bild. Mit Kleinigkeiten können wir uns dafür belohnen, bestimmte Ecken gründlich aufgeräumt oder ausgemistet zu haben. Damit diese Ecken nicht nach kurzer Zeit wieder Sammelstellen für Prospekte, Post und Co. werden, positionieren Sie Ihre neuen Lieblingsstücke am besten genau dort.



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